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Welche Rolle spielt die Karte beim Autonomen Fahren?

Das autonome Fahrzeug startet mit einem Autopiloten für die Autobahn. Es wird nicht sofort als Roboterauto den kompletten Weg von A nach B bewältigen. Zunächst wird man sich auf Autobahnfahrten beschränken, auf denen der Mensch die Kontrolle an das Auto abgibt. Auf der Autobahn ist die Situation übersichtlicher und mit dem aktuellen Stand der Technik beherrschbar.

Die Autos sind mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet: Weitreichendes Radar, Mittelstreckenradar, Ultraschall, Lidar, Kameras. Die verschiedenen Sensoren liefern Daten die zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden müssen. Diese Aufgabe nennt man „Sensorfusion“ – ein ganz wichtiges Thema auf den Konferenzen, die aktuell stattfinden, zum Beispiel auch auf der Tech.AD Berlin.

Welchem Sensor kann man vertrauen?

Die Schwierigkeit für die Ingenieure dabei ist, zu verstehen, welchem Sensor man in der jeweiligen Situation vertrauen kann. Eine Kamera versagt im Nebel oder bei Gegenlicht während ein Radarsensor unter anderen Bedingungen seine Grenzen findet. Wichtige Begriffe, die man in diesem Zusammenhang immer wieder hört sind: Robustheit und Redundanz. Die Herausforderung liegt für die Ingenieure darin, aus einer Vielzahl möglicherweise fehlerbehafteter Sensordaten ein sicheres Bild der Umgebung des Fahrzeuges zu erstellen.

Aus dem Umgebungsbild muss dann die Fahrstrategie, die s.g. Trajektorie, errechnet werden. Hier ermittelt das Auto, ob es in der richtigen Fahrspur ist, ob andere Fahrzeuge vor oder hinter ihm sind und wie es sich auf den nächsten Metern bewegen muss, um Kollisionen zu vermeiden.

Karte als wichtige zusätzliche Informationsquelle

Bei all diesen Entscheidungen, die ja einen gewissen Unsicherheitsfaktor enthalten, dient die Karte als eine wichtige zusätzliche Informationsquelle. Sie teilt dem Auto z.B. mit, wo genau sich die Fahrbahnmarkierungen befinden, so dass die Daten von der Kamera verifiziert werden können. Damit sind die Karten unentbehrlich für die Sicherheit. Auch dynamische Daten wie Glatteiswarnungen sind erforderlich, um die Fahrstrategie im Auto zu erstellen.

Kartendaten aus der Cloud

Interessanterweise war auf der Tech.AD die überwiegende Meinung, dass die Kartendaten „on demand“, also aus der Cloud ins Auto geliefert werden sollten. Die feste Speicherung im Auto und die damit einhergehenden Updates seien doch ein „Alptraum“. Das ist ganz im Sinne der Strategie, die wir mit dem Elektronischen Horizont verfolgen.

Internationale Entwicklungsteams begeistern

Wir möchten Ihnen auch noch einige andere Eindrücke von der Tech.AD nicht vorenthalten: Laurie Cohen, eine New Yorkerin, die für einen Investmentfond arbeitet, zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl an hochqualifizierten Ingenieuren und dem Niveau der Veranstaltung. Etwas Vergleichbares gäbe es in den USA nicht.

Die Entwicklungsteams für das Autonome Fahren sind sehr international besetzt. Die deutsche Automobilindustrie scheint Ingenieure und Softwareentwickler aus der ganzen Welt anzuziehen. Sie arbeiten in bunt gemischt internationalen Teams in Deutschland. Wir sprachen mit einer Chinesin und einem Ägypter, die für AVL Software and Functions GmbH in Regensburg arbeiten. Gemeinsam mit Kollegen aus Australien, Portugal, Ukraine und Indien arbeiten sie an Lösungen für das Autonome Fahren. Die deutsche Automobilindustrie scheint ein Powerhouse zu sein, das weltweit wie ein Staubsauger fähige Leute ansaugt.

 

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